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Ich ist

Um so nach und nach die Werke der letzten Monate hochzuladen:

[Ich ist]

Ich präsentiere Ihnen: Ich

Ich ist leicht, ist frei
von Fehlern
Ich ist berauschend und berauscht

Ich ist lebensdurstig
ich ist still und laut
Ich ist vor allem
lebendig

Ich fühlt und ich tanzt
Ich erkennt
Ich ist weise
Ich ist leise
Ich ist nichts in allem

Ich lebt.
Ich liebt.
Ich ist.


17.05.2013

Ich freue mich übrigens riesig über jegliches Feedback in Form von Kommentaren und Gästebucheinträgen.
Habt ein wunderschönes Wochenende!
11.9.13 22:49


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Mondprinzessins Traum

Auf dem Wolkenschiff, versunken im roten Morgenlicht, saß die Mondprinzessin und träumte. Ihre Augen waren geschlossen, ihre Erdbeerlippen zu einem zuckersüßen Lächeln verzogen und auf ihren Wangen hatte sich ein Hauch von Kirschröte ausgebreitet.

Die Mondprinzessin träumte vom Abendhimmel, schon die ganze lange Sternennacht hatte sie über ihn siniert und phantasiert und nachgedacht.

Über seine majestätische Farbenpracht, die er mit federleichtem Pinselstrich meisterhaft an die Wolken malt.

Über sein geheimnisvolles Dämmerlicht, das er wie das feinste Seidentuch zärtlich um sich selber webt.

Über sein erstes Sternenfunkeln, das leise und zurückhaltend diamantene Schönheit ankündigt und dabei doch bescheiden bleibt.

So träumte sie und saß versonnen, hüllte sich in die wattige Wärme dieser Gedankenbilder, die ihr kleines Herz ganz vorsichtig leuchten ließen. Träumte selbst die Traurigkeit weg, die in ihr silbernes Haar geflochten war. Eine Strähne mehr für jede Wiederkehr ihrer Bewunderung, in der sie blass und ehrfürchtig aufsog, was ihr der Abendhimmel zum träumen schenkte.

Träumte auch den süßen Schmerz weg, der in ihren Tränen wohnte. Eine Trähne mehr für jede Wiederkehr der Nacht, die streng und still hinwegnahm, wovon sie ihre Augen nicht abwenden konnte.

Es wiegte sie das Wolkenschiff, sanftmütig hin und her und hielt sie fest in ihrem Traum. Ihr Herz war vom Hoffen schwer.

Bis dann mit liebender Barmherzigkeit die Sonne ihren Schlaf vergoldete und sie in ihre Arme nahm. Da schlug sie ihre Augen auf und blinzelte beschämt. Verbeugte sich und winkte kurz und ging dann fort, zu warten, um in nur ein paar Stunden schon ihn wieder zu sehen.

4.9.13 15:48


Das Kind und der Schmetterling

Etwas Altes ausgegraben. Diese Geschichte war ein Weihnachtsgeschenk für jemanden...vor mittlerweile sechs Jahren. Zeit vergeht...

 

Das Kind und der Schmetterling

Als ich das Kind zum ersten Mal sah, fiel Schnee. Sein roter Mantel und die Mütze waren mit weißen Flocken bedeckt. Es sah nicht zu Boden, aber es sah mich auch nicht an. Sein rotes Köfferchen hielt es fest und es stand ganz aufrecht.
Es beachtete mich nicht an, als es an mir vorbei ging und in sein Zimmer geführt wurde.
Es war ein merkwürdiges Kind. Wenn es aß, so saß es ganz still auf seinem Stuhl und wenn es ging, so ging es aufrecht und gerade. Niemals lachte es, niemals weinte es und immer trug es das gleiche Gesicht.
Seine Haut war blass und seine Haare glänzten, doch seine Lippen verzogen sich niemals zu einem Lächeln.
Eines Tages saß das Kind in einem Sessel, der so groß war, dass das Kind noch kleiner und zierlicher darin wirkte. Es sah aus dem Fenster und war ganz still. Eine Weile beobachtete ich das Kind, dann ging ich zu ihm, kniete mich vor ihm nieder und sprach es freundlich an.
"Was tust du denn da?", fragte ich das Kind. Ganz langsam wandte es seinen Kopf, musterte mich und sprach dann so kalt, wie ich es nie von einem Kind erwartet hatte:
"Man denkt."
Ich lächelte trotzdem.
"Worüber denkst du denn nach?"
"Man kann sich nicht vorstellen, was dich das angeht", antwortete das Kind und sah wieder aus dem Fenster. Ich schüttelte den Kopf und stand auf. Es war schon ein gar wunderliches Kind.

Bald merkte ich, dass das Kind immer mit dieser Kälte in der Stimme sprach. Niemand hatte seine rechte Freude daran, sich mit ihm zu unterhalten. Oft saß es am Fenster und sah nach draußen.
"Es sieht dem Schnee beim Schmelzen zu", sagte der alte Koch und ich antwortete ihm nicht.
Auch wanderte es lange durch das Haus. Jedem anderen Kind hätte das große, alte Herrenhaus Angst eingejagt. Aber das Kind zeigte niemals ein Anzeichnen von Angst. Oder Freude.
Als der Schnee geschmolzen war und die Sonne langsam ihre ersten Strahlen sandte, hatte ich ein Geschenk für das Kind.
"Sieh, ich habe einen Ball für dich. Zum Spielen."
Das Kind sah den Ball und dann mich und fast glaubte ich, Spott in seinen Augen zu erkennen.
"Man spielt nicht", sagte es.

Das Kind verbreitete seine Kälte. Die Hausherrin verfiel in argen Kummer, der mit jedem Tag schlimmer wurde.
"Es spielt nicht", klagte sie.
"Es lacht nicht", klagte sie.
"Es redet nicht mit mir", klagte sie. Der Hausherr hatte Mühe, sie zu beruhigen.
"Gib ihm Zeit", sagte er. "Dann wir es spielen. Und lachen. Und mit dir reden."

Das Kind saß oft am Fenster. Und dachte nach. Aber es redete nicht. Es bewegte sich auch nicht. Kein Kind hatte ich je so still sitzen sehen. Selbst seine Augen waren ganz ruhig. Beinahe starr.

Die Sonne schien wieder öfter. Und das Kind ging nach draußen. Einmal sah ich, wie der Gärtner mit ihm redete. Es antwortete nur knapp. Das Lächeln des freundlichen Gärtners erstarb. Ich folgte dem Kind nach draußen und fand es direkt vor einem hellgrünen Busch. Es sah auf einen Zweig. Mit meinen vom ALter müden Augen brauchte ich etwas, um auszumachen, was es ansah.
"Eine Schmetterlingspuppe", lächelte ich.
"Das hat man auch schon gesehen", antwortete das Kind und ich lächelte.
"Faszinierend, nicht? Da drin entwickelt er sich zu seiner ganzen Schönheit."
"Man findet es eher faszinierend, dass er es allein tut."
"Wie meinst du das?"
"Menschen tun nichts alleine. Sie lassen sich immer von anderen beeinflussen. Sie brauchen immer jemanden."

Erstaunt sah ich das Kind an. Wie konnte sich ein so kleines Geschöpf solche Gedanken machen?
"Und du denkst, da macht der Schmetterling es besser?"
Das Kind nickte.
"Er braucht niemanden. Das ist gut."
"Nun weißt du, der Schmetterling muss alleine in seine Puppe, es wäre viel zu eng für einen weiteren Schmetterling. Aber wenn er aus der Puppe herauskommt, dann suchte er sich sicherlich ganz viele Schmetterlingsfreunde."
"Unfug", antwortete das Kind mit seiner gewohnten Kälte. "Der Schmetterling braucht niemanden."
"Vielleicht liegt das in seiner Natur. So wie es in der Natur des Menschen liegt, jemanden zu brauchen."
"Es ist lächerlich."
Während des ganzen Gesprächs hatte das Kind mich nicht angesehen. Sein Blick war starr auf den Kokon gerichtet.
"Warum sollte es lächerlich sein, jemanden zu brauchen, der für einen da ist?"
"Menschen fühlen sich einsam, wenn niemand da ist. Der Schmetterling fühlt sich nicht einsam. Er ist frei und kann fliegen, wohin immer er will. Er ist von niemandem abhängig."
"Dafür gibt ihm auch niemand Liebe."
"Aber er braucht sie doch gar nicht."
Die Stimme des Kindes war nun leiser und weicher als zuvor und in mir keimte die Hoffnung auf, ein wenig Kind in ihm zu erkennen.
"Und ist das gut?", fragte ich ebenso leise und vorsichtig.
"Er kann sie nicht vermissen", flüsterte das Kind.
"Aber er kann auch nie ihre Freuden erfahren."
"Gibt es die denn?"
"Natürlich. Kennst du sie nicht?"

Das Kind sah mich aus großen Augen an und legte dann einen kleinen Zeigefinger auf die roten Lippen.
"Shht!"
Es zeigte auf den Kokon, der sich zu regen begann. Gebannt sahen wir beide dabei zu, wie der Schmetterling sich befreite, Luft in seinen Körper pumpte und sich aus der Hülle zog. In einem magischen Moment breitete er seine Flügel aus, erstrahlte wunderschön vor unseren Augen und flatterte dann in die Frühlingsluft.
"Nun ist er frei", lächelte das Kind. Es sah mich an.
"Hast du den Ball noch?"

29.3.13 16:00


Laufenlassen

Eine halbe Ewigkeit nichts gepostet. Was vielleicht auch daran liegt, dass es keine Leser gibt.

Aber letztendlich wollen Worte in die Welt und selbst wenn sie dort niemand liest, liegen sie dann wenigstens irgendwo rum und haben was erlebt. 

 

Hier ein kleines Etwas. Nur mal eben so. 

 

Laufenlassen

Schon wieder ein neues Bild
ein Puzzelteilchenfragment
mehr Sicht, mehr Sinn?
Laufenlassen

Noch eine neue Strophe
ein Wortsatzbaustein
mehr Worte, mehr Bild?
Laufenlassen

Ein weiteres Gefühlsempfinden
ein Liebetrauerangstding
mehr ich, mehr wir?
Laufenlassen

Aber wohin läuft es denn?
Ins Alles, ins Nichts, ins Sein?
Ins Immer, ins Aus und Vorbei?
Einfach laufenlassen.

09.01.2013

 

 Wie immer Momentaufnahmen.

Liebt euch!

 

Die Mondprinzessin

14.1.13 19:52


Manchmal möchte ich...

Ein Gedicht von vor ein paar Monaten. 
Viel mehr will ich dazu nicht sagen.

Feedback wäre schön, Gedanken eurerseits noch schöner. Teilt mit, was euch wirres in den Kopf geschlendert kommt. 

Oder auch nicht

 

 

Manchmal möchte ich...

Manchmal möchte ich so viel.
Ich möchte Kekse backen, am liebsten mit dir zusammen
Ich möchte den Kopf aus dem Fenster stecken
und laut schrein
Ich möchte barfuss durch den Regen rennen und
nackt mit dir tanzen

Manchmal möchte ich deinen Namen
mit Kieselsteinen auf die Straße legen, so groß,
dass man ihn noch vom Weltraum aus lesen kann.
Ich möchte Blumen pflücken und an Fremde verschenken.
Ich möchte singen ohne Musik.

Und manchmal möchte ich meine Haare
im Wind wehen lassen, wenn er wie deine Stimme klingt
Ich möchte mich drehen und drehen, bis ich in deine Arme falle
Ich möchte den Atmen anhalten
mit dir zusammen

Und manchmal möchte ich alle Liebeslieder der Welt
für immer verbannen und jedem Sänger
das Maul stopfen mit schnulzigen Liebesbriefen, die
ja doch keine Bedeutung haben.

Und manchmal möchte ich weinen
und lachen zugleich, wenn ich schon wieder warte auf
das Wunder, das du bist und das nie geschieht.
Ich möchte alle Liebesfilme ausschalten und alle
Liebesgeschichten verbrennen, damit der Rauch
"Unmöglich" an den Himmel schreibt

Manchmal möchte ich durchdrehen
und irre umherstarren und alle, die glotzen,
mit Steinen bewerfen, nur weil ich es eben möchte und nicht
weil es Sinn macht

Manchmal möchte ich allein sein,
so allein, dass die Stille an mir nagt und dann rufe ich dich
und du kommst, aber nur in meinem Kopf
Ich möchte dich fragen, was du denkst
und wissen, was du fühlst.
Ich möchte dich behalten.

Manchmal möchte ich laut sein
und der ganzen Welt erzählen, wer du bist.
Ich möchte Trommelwirbel hören und harte Bässe.
Ich möchte spüren.
Manchmal.

29.12.11 19:27


Freiheit

Die Mondprinzessin meldet sich aus der "Warum ist der verdammte Laptop  nach nicht mal zwei Jahren schon kaputt?"-Pause zurück (Ja, mein allerliebstes Cyril ist wieder funktionsfähig, leidet aber unter schwerer Amnesie. Gott sei Dank hab ich meine Daten vorher gerettet gehabt) und postet eine letzte Geschichte, bevor sie sich schon wieder in die frisch renovierten königlichen Gemächer zum Nachdenken zurückzieht. Auf unbestimmte Zeit.

Die folgende Kurzgeschichte entstand vor einem Jahr am Strand von Dänemark und ist quasi meine bekannteste. Daher sollte sie hier definitiv nicht fehlen. 

 

Freiheit



Meine Beine waren schwer, doch mit jedem Schritt fiel mir das Gehen leichter. Je weicher der Boden unter meinen Füßen wurde, desto schneller wurde ich, es war, als würde mich der Horizont anziehen. Das Gewicht fiel von meinen Schultern ab, mein Atem wurde gleichmäßiger, weniger gehetzt. Endlich sah ich es.

Es war das schönste Blau, das ich je wahrgenommen hatte. Fern am Horizont war es dunkel, doch ein geheimnisvolles Grün mischte sich in diese Farbe und leuchtend weiße Schaumkronen auf den Wellen machten einen faszinierenden Kontrast dazu aus. Am hellblauen Himmel schwebten weiße Möwen, deren Schreie sich mit dem Rauschen der Wellen mischten.
Der Ostwind strich zärtlich über meine Schultern, als ich paralysiert an diesem steinigen Strand stand und auf das Meer blickte. Neben mir bogen sich die Halme des Dünengrases. Ich wollte nie wieder etwas anderes sehen.

Langsam setzte ich schließlich einen Fuß vor den anderen. Jegliche Spannung war von mir abgefallen, kein Druck mehr, der auf mir lastete. Meine Flucht hatte endlich ein Ziel gefunden.
Je näher ich dem Meer kam, desto wärmer wurde es in mir. Ich zog meine Schuhe aus, um den feuchten Sand zu spüren. Es war ein Ort der Vollkommenheit und für einen Moment war es, als läge jeder Sinn des Lebens vor meinen Augen, so greifbar, dass ich versucht war, die Hand auszustrecken.

Ich atmete den unverwechselbaren Duft ein, der mich umspielte und lief langsam am Strand entlang, fühlte jeden Stein unter meinen Füßen. Ab und an war eine Welle  groß genug, dass kaltes Wasser meine Füße erreichte, um sich gleich darauf wieder zurückzuziehen, als wollte das Meer mich zu sich rufen. Doch diesen Ruf wollte ich noch nicht erhören.

Ich wusste nicht, wie lange ich eigentlich am Wasser entlang lief, doch auf einmal sah ich an diesem sonst so menschenleeren Strand jemanden sitzen.

An einem großen, weißen Felsen, nicht weit vom Wasser entfernt, saß ein Mädchen. Als ich näher kam, sah ich, dass sie rote Haare hatte, die im Wind wehten und auf ihren Knien lag ein Buch . Neben ihr eine Palette mit Farben. Sie hielt einen Pinsel in der Hand und auf ihrem hellen Pullover sah ich einige Farbflecken. Ich merkte, dass sie mich beobachtete, trotzdem kam ich näher.

Wir sagten beide nichts, sondern musterten uns gegenseitig. Ihr Gesicht war freundlich, ihre Haut wie Porzellan und ein erdbeerroter Mund lächelte scheu. Auf ihrer Nase war ein Klecks grauer Farbe, zwischen ein paar wenigen Sommersprossen.

"Hallo", sagte sie schließlich schüchtern und ihre Stimme klang wie das Flüstern des Windes.
"Hallo", erwiderte ich ebenso zurückhaltend. Doch ihr Blick war auffordernd und ich setzte mich neben sie.
Sie blickte mich weiter an und lächelte dabei . Als ich so nah neben ihr saß, sah ich, dass ihre Augen die Farbe des Meeres hatten.

Ich hatte erwartet, in ihrem Buch das Meer zu sehen, das vor uns lag, doch was sie malte, das war ein aufgepeitschter Ozean, ein dunkel und wilder Ozean.
Ich verfolgte den Pinsel mit den Augen und ich merkte, dass sie nun angespannt war. Nach wenigen Strichen hörte sie auf und drehte ihren Kopf wieder zu mir.

"Ich kann nicht, wenn du zusiehst", sagte sie, doch es lag kein Vorwurf in ihrer Stimme, es war mehr eine Erklärung.

"Das Meer?", fragte ich und blickte auf ihr Bild.
"Das Meer in mir", sagte sie. Ihr Blick wanderte über mich.
"Du bist nicht von hier."
"Nein", antwortete ich. "Ich bin auf der Suche."
"Das ist meistens der Grund, warum man hierher kommt."
Als sie das sagte, war ihr Blick aufs Wasser gerichtet. Eine Welle rollte an den Strand und eine zweite folgte ihr.

"Was suchst du denn?"
Ich beobachtete, wie der Wind mit einer Strähne ihres Haares spielte.
"Freiheit", antwortete ich, nach einer Weile.
"Freiheit", wiederholte sie. Sieh sah auf ihr Bild und ich sah auf sie.

"Und du?"
Erst sagte sie nichts. Sah mich nur an und dann an mir vorbei. Dann flüsterte sie: "Mich."

Ich wusste darauf nichts zu erwidern. Da saßen wir. Zwei Fremde. Vor uns das Meer, hinter uns Dünen, um uns die wunderschönste Einsamkeit.

Irgendwann fing sie wieder an zu malen. Obwohl ich ihr dabei zusah. Und während der Himmel, unter dem wir saßen, langsam dunkler wurde, erschien auf ihrem Bild ein heller Schimmer am Horizont. Als die Sonne untergegangen war, wussten wir beide, dass unsere Suche vorbei war.

12.07.2010

19.9.11 11:49


Anklage

Mein letzter Post liegt noch nicht lange zurück und doch melde ich mich schon wieder. Das folgende Gedicht schrieb ich im März als Reaktion auf etwas, von dem ich bislang glaubte, damit halbwegs abgeschlossen zu haben. Ich habe am Wochenende gelernt, dass das nicht der Fall ist.

 

Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich sehr private Dinge hier veröffentliche. Ich schätze, ich habe in meinem künstlerischen Schaffen, egal in welcher Weise das war, immer Teile meines Innenlebens präsentiert. Ich denke, jeder Künstler tut das. Was dann jedoch davon Show ist, Fiktion, Verformung der Realität und was die sogenannte Wahrheit ist - das steht jedem Rezipienten frei, für sich zu entscheiden. 

Kunst ist immer ein Sprachrohr. Und manchmal versucht man damit, Dinge auszudrücken, die man sonst nicht aussprechen kann. 

 

Das Gedicht ist vier Monate alt. Der Titel drei Minuten. 

 

Anklage

Es tut weh
wenn es weh tut

Weil du bist, wie du bist und wer du bist
und ich nicht

Es tut weh,
weil es weh tut
weil es das nicht soll und nicht darf und eigentlich auch nicht kann
Und es trotzdem tut

Es tut weh
weil es nicht weh tut
nicht dir
nur mir, in meiner kleinen, beschränkten Welt

Weil ich bin, wie ich bin und wer ich bin
und du auch

Und trotzdem nicht.

Es tut weh.
Das ist in Ordnung.
Es gehört sich nicht.
Aber es darf.

Es tut weh und
ich warte
auf das Wort
das nie kommt.

Entschuldigung.

Und das tut weh.


17.03.2011

25.7.11 23:48


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