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Die Mondprinzessin



Es war einmal eine junge Prinzessin, die war sehr hübsch. Doch ihre Schönheit konnte gar nicht richtig zur Geltung kommen, denn nie zierte ein Lachen ihre roten Lippen. Die Prinzessin war immer zu traurig. Und sie war blass, weil sie nie das Sonnenlicht sah. Denn die Prinzessin war unsterblich in den Mond verliebt. So verschlief sie jeden Tag, damit sie des Nachts aus dem Fenster sehen konnte, um den Mond zu bewundern, der gar so weit entfernt am Himmel glänzte.

Ihr Zimmer war im höchsten Turm des Schlosses und das Schloss war auf einem Hügel gebaut, denn der König, der Vater der Prinzessin, wollte seine Tochter endlich glücklich sehen. Doch so sehr er sich auch bemühte, der Mond war noch immer viel zu weit entfernt. So stand die Prinzessin Nacht für Nacht am Fenster ihres Turmzimmers, sah in den Himmel und seufzte:
"Ach geliebter Mond, wenn wir uns doch nur endlich nah sein könnten."

Doch sie seufzte es so leise, dass der Nachtwind ihre Worte nicht bis zum Mond herauf tragen konnte.
Der Mond aber fragte sich Nacht für Nacht, warum die schöne Prinzessin so traurig am Fenster stand und zum Himmel empor blickte. Und der Mond wurde selber ganz traurig, weil er die schöne Prinzessin nie lächeln sah.
So fragte er eines Nachts, in der die Prinzessin besonders traurig blickte und sogar eine silbern glitzernde Träne weinte, seine Sterne, was er denn tun könnte.

Und die Sterne antworteten: "Bitte doch den Wind, dass er dir ihre Worte empor trägt, so dass Du sie verstehen kannst."
Aber die Worte der Prinzessin waren noch immer zu schwach und zu leise, als das der Wind sie hätte fort tragen können, denn sie verloren sich in seinem Rauschen. Und der Mond wurde in seiner Trauer noch bestärkt. Da sagten ihm die Sterne:
"Warum gehst Du nicht zu ihr, so dass sie Dir ihr Leid klagen kann?"

Der Mond grübelte viele Nächte über diesen Vorschlag und schließlich fasste er einen Entschluss. Mit all seiner Magie wandelte er sich in einen edlen, jungen Ritter, der auf einem strahlend weißen Ross hinunter zur Erde schwebte. Direkt unter dem Fenster der Prinzessin landete er sanft im weichen Gras und blickte nach oben.

"Prinzessin", rief er, doch die Prinzessin hörte ihn nicht, denn sie starrte zu sehr in den Himmel und suchte den Mond, der nicht auffindbar schien.
"Prinzessin", rief der Mondprinz noch einmal und diesmal konnte der Wind ihm helfen, indem er die laute und doch so sanfte Stimme zur Prinzessin an das Turmfenster trug, die sich vor Sehnsucht nach dem Mond verzehrte. So blickte sich endlich nach unten und sah den Mondprinzen auf seinem wunderschönen Ross.
"Was wollt ihr?", fragte sie verwundert, da sich noch nie ein Edelmann zu ihrem Turm getraut hatte.
"Ich kann Euer trauriges Gesicht nicht ertragen. Klagt mir Euer Leid", bat der Mond.
"Was soll mir das bringen?", fragte die Prinzessin, die nicht wusste, was sie von dem fremden Mann denken sollte.
"Vielleicht kann ich Euch helfen", erwiderte der Mond.
"Ach, fremder Herr, wie solltet Ihr mir helfen können? Meine ganze Liebe widme ich dem Mond, der so weit entfernt ist, dass es mir das Herz zerreißt. Und nun ist er nicht einmal mehr am Himmel zu sehen."
"Aber vielleicht, ist das, was Ihr misst, gar nicht so weit entfernt", sprach der Mondprinz mit einem sanften Lächeln.

Da ging der Prinzessin das Herz auf und sie stieg zum ersten Mal von ihrem Turm herunter. Und der schöne Prinz verzauberte sie. So feierten sie Hochzeit und die Prinzessin konnte zum ersten Mal lächeln. Denn ihr Prinz nahm sie mit in den Himmel, von dem sie gemeinsam glücklich herunter strahlten. Bis in alle Ewigkeit.
25.4.11 15:12
 
Letzte Einträge: Auseinanderfallen, Kleine Lichtgestalt, Tipping Point


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Keksi (16.5.11 17:01)
...versuch grad den Hintergedanken zu verstehen...
Warum liebt die Prinzessin den Mond? Der Anblick? Was sonst - mit ihm reden kann sie nicht... Oder doch das Symbol, dass sie im Mondprinzen wieder erkennt?
So viele Fragen...
Es gibt leider (oder glücklicherweise) keine Ewigkeit... Alles wandelt sich ständig - Konstanz ist eine menschliche Illusion...

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